Die Transition Town Bewegung

Transition bedeutet Übergang oder auch Wandel. Die Transition Town Bewegung beschäftigt sich mit der Stadt, der Gemeinde, der Kommune kurz dem unmittelbaren Lebensraum des einzelnen. Dessen Wandel möchte die Bewegung mitgestalten. Dabei kommt in der Region einiges zusammen: Globale Entwicklung, moderne Technik und regionale Strukturen.

Der ursprüngliche Gedanke ist dann auch, die eigene Umgebung sanft und nachhaltig zu verbessern und gestalten. "Global denken - lokal handeln" bedeutet hier den Aufbau lokal organisierter Lebens- und Wirtschaftswiesen, die global vernetzt sind und voneinander lernen. Damit setzt die TT-Bewegung auf eine Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe, auf Selbstversorgung und darauf, dass jeder Mensch wichtig ist und Fähigkeiten besitzt, welche wertvoll für die Gemeinschaft sind.

Angefangen hat die Transtion Town Bewegung in England, in Totness, einem Ort im Südwesten der Insel. Seit 2006 hat man sich hier einen anderen Umgang mit der Ökonomie, dem Einzelnen und der Umwelt vorgenommen. Die Idee ist, die Umgebung sanft und nachhaltig zu verändern. Also lokale Lebens- und Wirtschaftweisen aufzubauen, die global miteinander vernetzt sind und voneinander lernen.

Das Beispiel: Transition Town Totnes

Seit 2006 ist der Ort Totnes im Südwesten Englands ein Pionier der TT-Bewegung.

  • Die Stärkung lokaler Wirtschaftskreisläufe, um unabhängiger von Importen zu werden
  • Die Einführung einer regionalen Währung
  • Die Besinnung auf eigene, ursprüngliche Fähigkeiten wie Nahrung anzubauen, zu reparieren, Altes neu zu nutzen
  • Die Nutzung alternativer Treib-, Bau- und Werkstoffe
  • Die langfristige Unabhängigkeit von der Ressource Erdöl

All dies auch unter dem Stichwort „Resilienz“, das heißt, einer erhöhten Widerstandsfähigkeit gegenüber zukünftigen ökonomischen Krisen.

Das klingt erst mal gewaltig, doch geht man hier in kleinen Schritten voran. Oftmals sind es die kleinen Dinge, die zugleich Freude bereiten und ein Umdenken fördern. Das Projekt „Gardenshare“ bringt beispielsweise Menschen, die gerne selbst etwas anpflanzen möchten mit denen zusammen, die ein ungenutztes Gartengrundstück haben. Im „Skillshare Project“ geht es darum, sein Wissen und seine Fähigkeiten mit der Gemeinschaft zu teilen. Die Einwohner von Totnes bringen sich in kostenfreien Veranstaltungen gegenseitig Nützliches und Wissenswertes bei, vom Gitarrespielen bis hin zur Frage, wie man Social Media für sein Unternehmen nutzen kann.

Transitions Towns – eine interessante Anregung, nachahmenswert oder doch eher eine Utopie? Was meinen Sie?

Quellen & mehr zum Thema:

Transition Town Totness
Transition Initiativen in D/A/CH
Transition Initiative Hamburg
Bergedorf im Wandel - eine Transition Town Initiative


Bergedorf

Administrator
Ich biete Projektentwicklung für I-Net. Durch meine langjährige Erfahrung mit vielen hundert Projekten aus dem Geschäfts- und Privatkundenbereich weiß ich worauf es ankommt und als Vollzeit...